Genau wie
viele andere Beschwerden sind auch Tinnitus und
Schwindel oftmals auf Stress zurückzuführen. Durch Stress verspannt sich
zunächst immer die Nackenmuskulatur und mit der Zeit verspannen auch die
Muskeln entlang der gesamten Wirbelsäule. Derart verhärtete Muskeln üben einen
nicht zu unterschätzenden Druck auf die Nervenbahnen aus. Die
Nervenimpulsversorgung für den Körper ist nicht mehr optimal gewährleistet und
das Zusammenspiel der Muskeln, Bänder, Wirbelkörper und Nerven ist gestört. Es
kommt zu Schmerzen, auf die der Körper mit einer Schonhaltung reagiert, die
ihrerseits Muskelanspannungen und -verkürzungen sowie Reizungen der Nerven
verursacht. Der Schmerz verstärkt sich und damit auch die Fehlhaltung. Ein
selbstverstärkender negativer Kreislauf kommt in Gang.
Um diese
„Abwärtsspirale“ zu durchbrechen, löst der Vitametiker an der seitlichen
Halsmuskulatur – dem Ursprung aller Verspannungen – mit dem Daumen einen
gezielten, präzisen und blitzschnellen Impuls aus. Dieser Impuls zielt darauf
ab, dass das Gehirn ihn als Entspannungssignal erkennt. Nun kann es dem Körper
die Information geben, die Anspannung loszulassen. Infolgedessen hat der Körper
die Möglichkeit, sich zu regenerieren.
Weitere Informationen zum
Thema Tinnitus und Schwindel
Tinnitus – weit verbreitete Ohrgeräusche
Tinnitus
kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei sich die Wahrscheinlichkeit ab dem
60. Lebensjahr erhöht. Etwa acht Prozent der Bevölkerung sind von chronischem Tinnitus betroffen (länger als drei Monate andauernd). Fast
jeder Vierte hat irgendwann in seinem Leben Ohrgeräusche, die meist nur kurz
und vorübergehend bestehen. Häufige Ursachen sind Hörschäden. Ein zu lauter
Walkman, ohrenbetäubender Discolärm oder ein Silvesterkracher können die feinen
Haarzellen im Innenohr schädigen. Es ist wahrscheinlich, dass viele Formen des Tinnitus auf einer Störung dieser inneren Haarzellen, den
Hörsinneszellen, beruhen. Sie erzeugen spontane Erregungsmuster und leiten
diese über den Hörnerv ans Gehirn weiter. Ebenso können Erkrankungen wie
Hörsturz und Mittelohrentzündungen zu Tinnitus
führen. Auch Auslöser außerhalb der Ohren, wie Kiefergelenks- oder
Halswirbelsäulenbeschwerden, werden als mögliche Ursachen angeführt. Doch
selbst nach einer Behebung dieser Auslöser kann es sein, dass die Geräusche im
Ohr, ähnlich wie beim Phantomschmerz, erhalten bleiben. Es wird davon
ausgegangen, dass im Gehirn falsche Informationen verarbeitet werden: Wenn auch
der ursprüngliche Reiz von außen nicht mehr vorhanden ist, reagieren die
Nervenzellen im Gehirn so, als würden sie diesen Reiz weiterhin erhalten. Das
Gehirn hat einfach „übersehen“, die Symptome nach der Beseitigung der Ursache
einzustellen. Tinnitus kann aber auch ein Warnsignal
sein, das körperliche oder seelische Überforderung anzeigt. Das Klingeln,
Rauschen, Klopfen, Knarren, Zischen oder Pfeifen wird laut, weil es der innere
Seismograph (die Gefühle) zulässt.
Schwindelerregender Druck
Schwindel
gilt als eine der zunehmenden Folgen bei psychischer Überbelastung. Damit der
Mensch das Gleichgewicht halten kann und weiß, wo oben, unten, vorne und hinten
ist, bezieht das Gehirn seine Informationen aus drei Quellen: vom
Gleichgewichtsorgan im Ohr, von den Augen und von sensiblen Nerven im Körper.
Ein Ausfall dieser Informationssysteme führt zu Schwindelgefühlen. Die
häufigste Art von organisch bedingtem Schwindel ist der „Lagerungsschwindel“,
der seine Ursache in einer Störung des Gleichgewichtsorgans im Ohr hat. Der
Lagerungsschwindel kommt in jeder Lebensphase vor, nimmt jedoch bei älteren Menschen
zu. Frauen sind etwa doppelt so oft betroffen wie Männer. Stress und damit
verbundene Muskelanspannungen des Nackenbereichs fördern die Entstehung von
Schwindel. Schwindelanfälle können sehr verschiedenartig verlaufen. Ein Gefühl
von Drehen oder Schwanken sind dabei die beiden häufigsten Formen.
Möglicherweise entsteht auch das Gefühl, in die Höhe gehoben zu werden oder zu
fallen (Liftschwindel), sowie der Eindruck, dass sich die Umgebung hin und her
oder auf und ab bewegt. Auch kann es zu einer Kombination unterschiedlicher
Arten des Schwindels kommen. Grundsätzlich ist bei Tinnitus
oder Schwindel auf muskuläre und nervale
Entspannung zu achten, wie sie durch die Vitametik geboten werden kann.